Hilfe aus Österreich

Fotos aus den Zeitungen

 

Österreich hilft Sturmopfern in Guatemala
Drei österreichische Entwicklungsorganisationen haben ein Krisenkomitee für Soforthilfe gegründet

Guatemala-Stadt/Wien – Nach dem verheerenden Wirbelsturm "Stan" wird in Guatemala die Zahl der Toten auf 1200, die der Obdachlosen auf 200.000 geschätzt. Nach starken Regenfällen sind Flüsse aus den Ufern getreten und haben Häuser, Straßen und Brücken mitgerissen. Allein in dem Maya-Dorf Panabaj sind bei einem Erdrutsch 400 Menschen verschüttet worden.

Drei in Quetzaltenango im Westen Guatemalas tätige österreichische Entwicklungsorganisationen (Nord-Süd-Institut, Horizont 3000 und TBW) haben ein Krisenkomitee für Soforthilfe gegründet. Es soll den vor den Wassermassen Geflüchteten Lebensmittel, Medikamente und Werkzeug zu Verfügung stellen. Ob sich auch Österreichs Regierung an der Hilfe beteiligen werde, wussten die NGO-Vertreter zunächst noch nicht.

Am Dienstag gab Außenministerin Ursula Plassnik dann aber bekannt, dass Österreich für den Wiederaufbau in den vom Hurrikan "Stan" heimgesuchten Gebieten Zentralamerikas 100.000 Euro aus Budgetmitteln zur Verfügung stelle. Österreichs Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Wasserversorgung müssten vor dem Hintergrund der Katastrophe neu beurteilt werden.

(est, DER STANDARD Printausgabe 13.10.2005)