„Offene Lernformen“ und Wochenplan in der Primaria

 Für 2 Klassen der Primaria (1.A, 2.A) begann die Unterrichtsarbeit des Schuljahres 2002 intensiv mit neuen „offene Lernformen“. Diese stellen ein schülerzentriertes, aktives und praktisches Lernen in den Vordergrund, bei dem der Lehrer in erster Linie als Helfer fungiert. Die wissenschaftliche Grundlage dazu ist im konstruktivistischen Ansatz zu finden, bei dem die SchülerinInnen im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Dabei werden sie mit Hilfe eines Wochenplanes und durch vielfältiges und abwechslungsreiches Lernmaterial befähigt, neues Wissen in handlungsorientierter und kommunikativer Weise selbst zu konstruieren und den Lernstoff mit möglichst vielen Sinnen zu „be-greifen“. „Offene Lernformen“ wecken die Neugierde der SchülerInnen am Lernen, sie berücksichtigen besser die unterschiedlichen Voraussetzungen (Interessen, Lerntempo und Fähigkeiten) jedes Einzelnen und  motivieren sowohl den Lernenden, als auch den Lehrer. Sie fördern im hohen Maß Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und soziale Kompetenz.

Wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Vorhabens ist eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Sie müssen über den Ablauf der Jahresarbeit und die Form des Wochenplanes genau informiert sein und aktiv mitarbeiten.

Aus diesem Grund wurde zu Beginn des Schuljahres für die Eltern der 1.A und 2. A der Primaria eine gemeinsame Besprechung durchgeführt, bei der diese Form der Unterrichtsarbeit erklärt, besprochen und diskutiert wurde.

 

Die Anschaffung vieler neuer Lehr- und Lernmittel für die Primaria im Schuljahr 2002 war eine wichtige Voraussetzung für das gute Gelingen dieser Arbeit.

Um unsere Arbeit und den Einsatz einer Reihe von neuen Lernmaterialien so effektiv wie möglich zu gestalten, ist es uns gelungen Herrn Franz Konlechner, (Generalvertreter des Spectra-Verlags Österreich, Leiter von Workshops, Entwicklung neuer Lernmaterialen) zu einem 4-tägigen Workshop (vom 26.- 29.08.2002) an unsere Schule einzuladen. Nach einem informativen Exkurs über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich der Lernforschung konnten wir selbst in zahlreichen praktischen Lernsituationen erfahren, wie unterstützende Materialien die Lernfreude und Lernmotivation steigern können. Dieser Workshop wird uns auch helfen, eine effiziente Balance zwischen Instruktion und Konstruktion in unserer zukünftigen Unterrichtsarbeit zu finden. Bei der anschließenden praktischen Arbeit im Unterricht konnten unsere SchülerInnen die neuen Lernmaterialien ausprobieren und erleben, dass Lernen auch Spiel sein kann, und viel Freude und Abwechslung in den Schulalltag bringt.

 

VD.Mag. Renate Fröhlich