Fortbildung 2002 Información pedagógica

Arbeit mit dem DFU(Deutsch im Fachunterricht-)-Handbuch

Leitung und Moderation: Heinrich Behrends                                          DS San José/ 21.8.-23.8.2002

 

Dienstag:
Am Abend Ankunft im Hotel, Begrüßung durch den Seminarleiter H. Behrends.

Mittwoch: 
8:00 früh Arbeitsbeginn, Begrüßung durch den Schulleiter, Vorstellung des Handbuchs, allgemeine Informationen.
Programmpunkte waren Hospitationen bei deutschen Kollegen, die sich Gedanken zu DFU gemacht hatten. Arbeitsblätter wurden zur Verfügung gestellt. Die ausgewählten Klassen zeigten eine hohe Konzentrationsfähigkeit, waren sehr eifrig bei der Sache und arbeiteten gut mit. Ich hospitierte bei Physik, Chemie und Biologie.

Physik: ein junger Kollege (Programmlehrer) zeigte eine Unterrichtseinheit in einer 9. Klasse zum Thema Wärmeausdehnung mit einem einfachen Experiment. Neue Fachwörter wurden auf dem Arbeitsblatt erklärt, die Schüler mussten eine Skizze beschriften, nachdem sie das Experiment gesehen hatten.
Chemie: Eine costaricanische Ortskraft mit perfekten Deutschkenntnissen hielt eine Stunde in einer 10. Klasse zum Thema Oxidation von Phosphor mit gelungenem Experiment. Erstaunlich war, dass die Schüler die Formel  P2O5 ohne Schwierigkeiten herausfanden. Nach Rückfrage wurde klar, dass vorgearbeitet worden war.
Biologie: In einer 11. Klasse wurde das Thema Tropenwald und seine besonderen Lebensformen erarbeitet. Hier war zu erkennen, dass mehr Spracharbeit im normalen Unterrichtsablauf notwendig war. Es wurden Arbeitsblätter verteilt, und das Lehrbuch verwendet. Darin fanden die Schüler Informationen, mit denen sie eine auf dem Blatt vorgegebene Aufgabe lösen sollten, was einige Schwierigkeiten bereitete. Mit Hilfen der besten Schüler und des Lehrers gelang es wohl den meisten.


Mittwoch Nachmittag:
Eigene Unterrichtseinheiten wurden vorbereitet, was teilweise sehr lange dauerte. So funktionierte ein geplantes chemisches Experiment nicht, weshalb von dieser Arbeitsgruppe eine völlig  neue Stunde vorbereitet werden musste.

Donnerstag:
Am Vormittag wurden die am Vortag vorbereiteten Stunden bzw. Unterrichtseinheiten von den Seminarteilnehmern gehalten und anschließend diskutiert. Diese Gespräche, wie auch schon jene am Mittwoch mit den ortsansässigen Kollegen, verliefen in angenehm entspannter, konstruktiver Atmosphäre. Mein Eindruck in Biologie war, dass die dortigen Schüler auch nicht allzu viel über den tropischen Regenwald wussten, obwohl sie schon einmal an einer Exkursion teilgenommen hatten. Ähnlich ist es bei unseren Schülern, wenn man die Ergebnisse der semana rural nach längerer Zeit abfragt. Schüler mit deutscher Muttersprache tun sich speziell in Ökologie wesentlich leichter, da hier eben viel mehr Spracharbeit und Kommunikation erforderlich ist. Am Nachmittag ein Seminarvortrag von H. Behrends zum Handbuch.

 

Freitag:
Weitere Seminarvorträge, beispielhafte Schülerarbeiten, Ausblick auf künftige Zusammenarbeit, Abschlussgespräche
Freitag abend: Abendessen in einem Restaurant mit herrlichem Ausblick über das  Tal von San José.

Samstag Vormittag:

Exkursion zum Vulkan Poás, Mitfahrgelegenheit beim Seminarleiter, teilweise faszinierende Ausblicke, nach Art eines US-amerikanischen Nationalparks organisiert, sehr gute Einkaufsmöglichkeiten für Fachbücher und Souvenirs. 

Besuch eines privaten Mariposariums mit interessantem Rundweg an Wasserfällen vorbei, leider begann es in Strömen zu regnen, was der guten Stimmung aber nichts anhaben konnte.


Samstag Nachmittag:
Rückfahrt zum Flughafen und Heimreise nach Guatemala.

Gesamteindruck: absolut positiv, lohnenswert und informativ. Die sprachlichen Probleme der Schüler in San José sind ähnlich jenen der Schüler  in Guatemala. Wäre gerne wieder dabei.

 

Dr. Michael Ebner,   Mag. Markus Hainz