Sehr geehrter Herr
Sektionschef,
Sehr geehrter Herr Botschafter,
Sehr geehrte Ehrengäste,
Liebe Direktoren und Lehrer,
Liebe Freunde und Kollegen,
vor 14 Jahren haben
wir unsere Gesichter zum ersten Mal gesehen. Da wussten wir noch
nicht, wer der Beste in Mathe oder Deutsch sein würde. Wir wussten
auch nicht, wer unser bester Freund oder unsere beste Freundin sein
würde.
Wir waren kleine
Kinder und wir wussten nicht, was die Zukunft mit uns vor hat.
Jetzt sind wir junge Damen und Herren, die 14 lange, oft
anstrengende Schuljahre mit vielen besonderen Ereignissen, Festen
und Höhepunkten hinter sich haben. Und gerade haben wir die Matura
an der österreichischen Schule geschafft. Darauf sind wir und unsere
Eltern stolz!
Heute, wissen schon viele von uns, was sie studieren wollen. Was wir
alle schon kennen, sind unsere Stärken und Schwächen. Antonio wird
sicherlich ein guter Mathematiker oder Ingenieur werden. Valentina,
mit ihrem groβen Talent, wird eine der besten Designerinnen sein.
Esther, mit ihrem strengen Charakter, wird eine gute Rechtsanwältin
sein. Und Victor wird vielleicht einmal einer der berühmtesten
Astrophysiker der Welt.
Aber es gibt
einigen die jetzt ihre Ziele schon erreicht haben. Zum Beispiel
Nikkos, mit allen seinen sportlichen Erfolgen, dient schon als ein
Vorbild für uns. Und wir sind Stolz auf ihn. Nikkos, ist nicht der
einzige gute Sportler in unserer Gruppe, auch Laura und Isabel haben
uns bei vielen Wettbewerbe vertreten; und haben immer Erfolg gehabt.
Und ich bin sicher,
dass jeder von uns eine strahlende Zukunft vor sich hat.
Es ist unglaublich
wie dieses Kapitel von unserem Leben schon zur Ende gekommen ist.
Wir haben uns jede Woche, fünf Tage, 6 Stunden gesehen. Wir alle
kennen einander besser, als wir glauben. Pausen, kurze Pausen,
Mittagspause, freie Stunden, all das war eine Buhne unserer
Erlebnisse, auch während der Stunde haben wir den anderen eigene
Erlebnisse mitgeteilt und nicht nur von den Lehrerinnen und mit den
Lehrerinnen gelernt, sondern auch voneinander. Ich denke, dass wir
in diesen 14 Jahren mehr Erfahrungen zusammen als allein gesammelt
haben, schmerzhafte Erfahrungen wie wunderbare Erfahrungen.
Wegen all dieser
guten und schlechten Zeiten, wollen wir uns bei der Schule bedanken;
speziell bei den Lehrerinnen und Lehrern, die uns all die Jahre
betreut haben. Aber an erster Stelle bedanken wir uns bei unseren
Eltern. Ohne die Hilfe unserer Eltern wären wir nicht hier. Sie
haben uns morgens geweckt, sie haben für eine saubere Uniform
gesorgt, sie haben uns mit dem Auto geführt und sie haben jahrelang
unser Schulgeld und unsere Nachhilfestunden bezahlt. Sie haben uns
immer unterstützt und uns auch getröstet, wenn es notwendig war.
Danke, liebe
Eltern, für alles. Wenn ich ihre Söhne und Töchter nicht
kennengelernt hätte, hätte ich nicht so gute Freunde gefunden.
Jetzt ist dieser
groβe Lebensabschnitt an der österreichischen Schule vorbei. Nun
müssen wir unserem eigenen Weg folgen. Einige werden an derselben
Universität studieren, andere nicht. Es gibt auch einige, die nicht
in Guatemala bleiben, sondern im Ausland studieren. Aber ihr werdet
alle für immer in meinem Herz leben. Wir werden uns auch treffen,
und in fünf oder zehn Jahren werden wir uns an unsere Schuljahre als
die besten Jahre unseres Lebens erinnern.
Heute verabschieden
wir uns von der Schule, das heiβt von einem der beiden Häuser, in
denen wir aufgewachsen sind; aber wir werden ein neues Heim, die
Universität finden, wo wir unsere Stärken zu verstärken lernen
werden. In diesem neuen Haus werden wir auch Freundschaften
schlieβen. Trotzdem, meine Geschwister, meine Brüder und Schwestern,
habe ich hier an der österreichischen Schule gefunden.
Herzlichen Dank
allen, und herzliche Gluckswünsche, meine Brüder und Schwestern vom
Maturajahrgang 2008 am IAG.
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