ACTO DE GRADUACIÓN 2007

Mensaje de los alumnos: En alemán: José Daniel Pineda y Clara Zúñiga  

 


Sehr geehrter Herr Konsul, sehr geehrter Herr Direktor, sehr geehrte Damen und Herren, Lehrer, Eltern und Mitschüler

Heute endet die erste große Etappe unseres Lebens. Hinter ihr liegen eine Zeit harter Arbeit und viele schlaflose Nächte. Nicht nur unsere Arbeit, sondern auch die Arbeit unserer Eltern, die auch mit uns gelitten haben und die, von den Lehrern, die sich die Zeit genommen haben, um unsere Unklarheiten zu erhellen. Heute wissen wir, dass sich diese Arbeit gelohnt hat. Vielleicht glauben manche, dass 14 Jahre Lernen genug seien, aber wir haben nur die erste Etappe von einem Entwicklungsprozess überwunden, in dem soziale, persönliche, kulturelle und geistige Kompetenzen erweitert wurden. Wenn wir nun so zurückblicken, stellen wir fest, dass diese Zeit rasch vergangen ist und wir darüber nachdenken, was wir in dieser Zeit erlebt haben. Wir haben in dieser Zeit wunderschöne Erlebnisse durchlebt. Nicht nur als Klassenkammeraden, sondern auch als echte gute Freunde.

Durch die gemeinsam verbrachte Zeit haben wir gelernt einander zu schätzen und zu respektieren. Genau so wie Lustiges, haben wir Trauriges erfahren und heute freuen wir uns auf den Beginn einer neuen Phase unseres Lebens, die uns sicher ändern wird. Obwohl manche unserer ehemaligen Mitschüler uns heute nicht persönlich begleiten, sind sie bei uns in jedem Moment, weil sie auch Teil der Maturaklasse 2007 sind. Heute verlassen wir unsere Schule, die wie unser zweites Heim gewesen ist, wo wir die Zeit genutzt haben, um unsere Kenntnisse zu erweitern und versucht haben bessere Personen zu werden. Wir verlassen auch die Lehrer, die manchmal uns in schweren Zeiten geholfen haben. Wir verlassen unsere Freunde, die eigentlich ein Teil unserer Familie sind und mit denen wir beinahe zu Geschwistern wurden, obwohl es auch Unstimmigkeiten gaben. Die Freundschaften, die vor vierzehn Jahren entstanden sind, haben sich im Laufe der Zeit verstärkt und intensiviert.

Wir fühlen, als ob es gestern war, als wir zum ersten Mal im Hof der Sekundaria auftraten und die Maturaklassen uns mit einem „AWWW“ willkommen haben. Wir erinnern uns an die vielen Wanderungen und abenteuerliche Ausflüge, die wir zusammen genossen haben und unsere Freundschaft verstärkt haben. Zum Beispiel können wir die Semana Rural oder die Maturareise, in  der sich eine Mitschülerin für die Rechte der Schüler ausgesprochen hat, nennen. Sicher wird keiner von uns die Maturareise oder andere dieser goldenen Momenten vergessen. Diese sind nur wenige Erinnerungen, die uns augenblicklich kommen. Jetzt stehen wir hier und erzählen von Ereignissen der letzten vierzehn Jahre, aber was hat sich denn in unserem Innern verändert, wie haben uns diese Schuljahre hier geprägt? Allgemein können wir sagen, dass wir größer geworden sind, und dies lässt sich sehen. Zum Beispiel, wenn wir Erstklässler sehen, glauben wir kaum, dass wir jemals so klein waren, und zum anderen sind wir vielleicht gebildeter, selbstbewusster, reifer, lockerer, verantwortungsbewusster, selbstständiger geworden. Ich denke, die österreichische Schule hat uns viel gebracht, und dafür danken wir der Lehrerschaft ganz herzlich, für ihr Bemühen uns zu unterstützen.

Heute verabschieden wir uns, trennen wir uns, weil jeder seinem eigenen Weg folgen muss. Manche werden sich nie wieder treffen. Jeder wünscht sich etwas anderes, aber auf jeden Fall versuchen wir glücklich zu bleiben. Wir sind dankbar dafür, dass uns die Möglichkeit gegeben wurde, die österreichische Schule, eine der besten Schulen in Guatemala, zu besuchen, wo wir sehr viel gelernt haben und wo ich nicht nur für unser zukünftiges Studium und Leben vorbereitet worden sind, sondern auch unvergessliche Momente erlebt haben.

Wir danken Gott, weil er uns die Gelegenheit gegeben hat, alle unsere Fächer zu bestehen und die Schule erfolgreich abzuschließen. Er hat uns auch geholfen, neue Menschen kennen zu lernen, die wir immer im Herzen haben werden und an denen wir uns immer mit großer Zuneigung erinnern werden. Wir danken unseren Eltern, weil sie uns bei allen unseren Entscheidungen beigestanden sind und sie für uns immer das Beste gewollt haben. Sie haben sich immer um unser Wohlbefinden gesorgt und haben versucht uns die beste Erziehung zu geben. Wir sind sicher, dass alle unsere Eltern heute besonders stolz auf uns sind. Stolz auf die nur die Jause in die Schule mitbringenden Kinder, die heute hier als gereifte Maturanten sitzen.

Wir danken unseren Lehrern, weil sie sich immer um unsere Leistung kümmerten und weil sie immer bereit waren, allen Schülern zu helfen und beraten. Denn genau sie sind es, denen wir weiterhin großen Respekt zollen werden, weil sie uns viel von was wir heute wissen beigebracht haben. Wir danken auch unseren Kameraden, denn sie haben uns immer ihre Freundschaft selbstlos angeboten und sind für uns eine wahre Stütze gewesen und immer eine sein werden. Die Wörter reichen nicht, um auszudrücken, was für eine Ehre es für uns ist, mit euch unsere Schuljahren verbracht zu haben. Wir gratulieren euch auch, weil wir es bis hierher geschafft haben. Euch sagen wir: Ab heute werden unsere Entscheidungen grundlegend für unsere Zukunft sein und es hängt besonders von uns ab, den richtigen Weg zu wählen, um glücklich zu sein.  Wir stellen uns noch die Frage, ob wir für die Zukunft bereit sind. Heute zeigen wir, dass wir gereift sind. Nicht nur unser Wissen wurde mit der Matura geprüft, sondern auch unser Benehmen und unsere Fähigkeiten im Leben nach vorne zu sehen.

Ein Traum ist der Anfang eines neuen Weges. Deswegen empfehlen wir euch, unsere Freunde, unsere Kameraden, eure Träume zu verwirklichen und wir hoffen, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen und ihr eure Ziele erreichen werdet. Wir hoffen auch, dass ihr in der Zukunft, euch immer bemüht, das Beste von euch, im Studium, im Beruf in der Familie und allgemein im Leben zu geben und, dass der Name unseres Landes und unserer Schule immer hoch gehalten wird. Wir freuen uns sehr darüber, dass ihr uns die Möglichkeit gegeben habt, eure Freunde zu sein. Habt keine Zukunftsängste, weil Angst ein schlechter Ratgeber ist.  Wir wünsche euch das beste Leben. Und eines sagen wir euch noch: Dieser Akt bedeutet keine Verabschiedung, sondern ein Auf Wiedersehen. Vielen Dank.  

Clara Zúñiga & José Daniel Pineda