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Zum
dritten Mal fuhren wir in diesem Jahr mit den 5. Klassen nach San
Cristobal, AV um im Campamento Chichoj unsere Schullandwoche abzuhalten.
Das Gelände und die Baulichkeiten in ihrer Einfachheit eignen sich vorzüglich
für eine derartige Veranstaltung mit Jugendlichen.
Für
viele unserer Schüler ist es zum ersten Mal, dass sie ohne Hilfe der
Mama oder des Hausmädchens ihre vertraute Umgebung verlassen. Es ist
daher nicht verwunderlich, wenn viele durch Desorganisation und
Unordnung in ihren Habseligkeiten auffallen.
Für die Lehrer stellt es daher eine große Herausforderung dar, die
Kinder zur Ordnung zu ermahnen, sie dazu zu bewegen, ohne Blue Jeans und
Socken zu schlafen, sich zu waschen, die Kleider zu wechseln . Manche
legen sich sogar mit Schuhen in das Bett. Obwohl das Essen im Campamento
gut und reichlich ist, gibt es von Schülerseite viel Kritik. Besonders
diejenigen wollen nicht essen, die bei jeder Gelegenheit Nachos, Chips,
Tortillitas ... kaufen. Nicht dass diese im Übermaß genossenen
minderwertigen Nahrungsmittel ungesund sind, auch der Appetit beim Essen
wird durch den Konsum dieser Knabbersachen gemindert und jede andere
Speise wird für schlecht befunden.
Unser
Besuchsprogramm war in diesem Jahr von vielen Sehenswürdigkeiten
geprägt. So fuhren wir etwa
am ersten Tag in das Biotopo de Quetzal und besuchten in Tactic
die Molkerei VERALAC. In
Coban bestaunten wir die einzigartige Orchideenschau der Familie
Mittelstätt und wanderten auf dem Kreuzweg mit den Opferstätten
der Idigenas. Bei der Besichtigung der Finca Dieseldorff erfuhren
unsere Kinder viel über die Bedeutung von Kaffee , über seine
Anpflanzung und seine Verarbeitung. Der absolute Höhepunkt jeder
Schullandwoche aber ist die Besichtigung der Höhle des König
Marcos in San Juan. Der unterirdische Fluss und die vielen engen
Stellen sind ein besonderes Erlebnis. Viele von unseren Schülern
wollen am Ende der Höhle auch die absolute Finsternis, die
unheimliche Ruhe und die starke Energie des Platzes spüren.
Unsere Wanderungen sind für viele Teilnehmer sehr anstrengende
Unternehmungen. Nur durch kleine Exkursionen ( auch zu Fuß ) ,
kann man aber ein Gebiet gut kennenlernen und eines unserer Ziele
ist es, den Schülern die Schönheiten Guatemalas zu zeigen.
Bei diesen Ausflügen sehen die Kinder auch die Arbeit der ansässigen
Bevölkerungen, sehen Kaffeeplantagen, Maisfelder,
Kardamonkulturen, Bananenpflanzungen oder auch die Verarbeitung
von Margay. Eine einmalige Gelegenheit war in diesem Jahr auch die
Beobachtung einer Mayazeremonie in einer kleinen Kapelle im Wald
oberhalb von San Cristobal. |
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Im
Campamento verflog die Zeit bei den Spielen , beim Basteln und Tanzen
sehr rasch.
Den Abschluss jeder Woche bildet immer
ein Lagerfeuer und daran anschließend eine Disco.
Ernst Mair |