Liebe Vanessa,

letzte Woche bin ich mit der ganzen III Básico in San Cristóbal, Cobán, gewesen. Es war eine Alkohol- und Rauchverbotwoche gewesen. Vier LehrerInnen sind mit uns gefahren: Herr Hainz (Chemiker), Herr Ebner (Biologe), Herr Taracena (Sportlehrer) und Frau Mendoza (Deutschlehrerin). Wir sollten Geld, einen Rucksack, warme und sportliche Kleidung, Badezeug und Haus- und Sportschuhe mitbringen. Wenn wir wollten, konnten wir auch Essen für die Fahrt kaufen. Alle, die Taschenlampe, Fotoapparate und Musik hatten, konnten sie auch mitbringen. 

         Wir sind mit einem Bus gefahren. Die Reise hat ungefähr 4 bis 5 Stunden gedauert, deswegen haben wir Kissen mitgebracht, weil es eine lange Fahrt sein würde. Ich konnte im Bus nicht schlafen und um mich nicht zu langweilen, habe ich Musik gehört und mit meinen Klassenkameraden geredet. Einige von der Klasse haben viel Lärm gemacht, aber es war sehr lustig. Wir haben eine kurze Pause gemacht, um das WC zu besuchen und Essen zu kaufen wenn wir wollten.

         Nach der Ankunft im Lager haben die LehrerInnen uns in die Zimmer eingeteilt. Als wir das Zimmer schon hatten, haben wir unsere Sachen ausgepackt. Nachher haben wir das Abendessen gegessen. Im Speisesaal haben die LehrerInnen uns begrüßt, und haben uns gesagt, wann Frühstük, Mittagessen und Abendessen war. Nach dem Essen konnten wir Fußball, Basketball oder Volleyball spielen, aber um 23 Uhr sollten wir im Bett sein.  

       Am nächsten Tag haben die Aktivitäten angefangen. Wir sind in vier Gruppen eingeteilt worden und ich war in Gruppe D. Meine Gruppe hat mit chemischen Untersuchungen, Chromatographie, angefangen. Am Abend sind wir mit Herrn Ebner auf eine Wanderung gegangen. Es war ein bisschen anstrengend, aber wir haben während der Wanderung biologische Untersuchungen gemacht, auch viele Pflanzen kennengelernt, und die Natur erlebt. Die Landschaften, die wir auf der Wanderung gesehen haben, waren sehr schön. Auch an diesem Tag haben wir Fußball gespielt.
Am Dienstag haben wir das Quetzal- Biotop besucht. Wir haben leider keinen Quetzal gesehen. Am Abend sind wir zum CHIXOY- Staudamm gefahren. Wir sind etwa 1000 Stufen hinaufgeklettert. Ich bin niemals da gewesen. Es war sehr interessant. Statt Sport in der Nacht zu machen, haben wir mit den LehrerInnen einen Wettbewerb gemacht. Wir sollten deutschsprachige, chemische, biologische und sportliche Rätsel lösen. Es war lustig. Nachher haben wir auch Freizeit zum Spielen gehabt.
      Am Mittwoch sind wir zu einer Orchideen-Baumschule gefahren. Wir haben die Monja Blanca, die nationale Blume, und viele andere Orchideen gesehen. Das war sehr spannend. Wir sollten auch in eine Kaffeepflanzung gehen, aber wegen des Lehrer-Streikes, konnten wir nicht hingehen. Nach dem Baumschule-Besuch, sind wir zur der „Rey Marcos“- Höhle gefahren. Dort wurden wir auch in drei Gruppen eingeteilt. Und ich bin wieder in der letzten Gruppe eingeteilt gewesen. Als wir aus der Höhle herausgekommen sind, haben wir alle im Fluss gebadet. Später in der Nacht haben wir wieder eine Aktivität mit den LehrerInnen gemacht. Dieses Mal haben wir Schauspiel gemacht, getanzt und gesungen. Als das zu Ende war, haben wir nur eine kurze Zeit zum Musikhören gehabt. Dann sollten wir ins Bett gehen, aber wir haben die ganze Nacht geredet und ein bißchen Unfug gemacht, deswegen hat sich Frau Mendoza sich über uns geärgert. Aber wir waren nicht SO schlimm. Wir waren immer pünktlich und wir haben während der Untersuchungen immer aufgepasst. Zum Glück haben wir keine Konsequenzen zu spüren bekommen. 

         Donnerstag war der letzte Tag im Lager. Wir haben die Aktivitäten weiter gemacht. An diesem Tag haben wir mit Herrn Taracena einige Spiele gemacht. Das war am lustigsten. Bevor die Aktivitäten weiter gemacht wurden, durften wir schwimmen, aber nur wenige haben geschwommen. Am Abend sind wir mit Frau Mendoza ins Dorf San Cristóbal gegangen. Wir waren dort im Museum der POKOMCHI-Kultur and dann haben wir Interviews mit den Leuten gemacht, indem wir verschiedene Fragen zu ihrer Lebensqualität, Arbeitsmöglichkeiten, Alfabetisierung, den Friedhof und der Regierung gestellt haben. Es war eine Schade zu sehen, wie die Familien in kleinen Dörfern, wie San Cristóbal, leben. In der Nacht haben wir ein Lagerfeuer gemacht. Da haben wir auch getanzt und gesungen. Dann haben die Lehrer uns erlaubt bis um ungefähr 23 Uhr 30 wach zu sein.

   Wir sollten sehr früh am Freitag aufstehen. Da wir alle müde waren, haben wir auf der Rückfahrt im Bus geschlafen. Um 10 Uhr 30 sind wir in der Schule angekommen.

Es war eine schöne und erfolgreiche Woche mit vielen guten Erlebnissen gewesen. Es wäre schön, wenn wir noch einmal dorthinfahren würden. Aber es ist schon in Ordnung, denn unsere Maturareise kommt bald!

 Herzliche Grüße,

Luta Giselle Interiano