Maturareise 2003

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Meine Erwartungen an die Maturareise 2003…

 Das erste Semester ist fast schon vorbei. Beinahe alle Schularbeiten und Projektarbeiten sind korrigiert worden. Die meisten Schüler der fünften Klassen können die Ferien nicht mehr erwarten, um sich vom täglichen Schulstress zu erholen. Aber vor den Ferien gibt es noch eine sehr wichtige Aktivität: die Maturareise 2003.

 Alle SchülerInnen warten hoffnungsvoll auf diese Reise. Wir alle haben die wunderschönen Erzählungen der früheren MaturantInnen gehört, seitdem wir in der 1. Klasse Sekundaria waren. Unsere Kunstgeschichte-Professorin hat uns sehr viel über Tikal erzählt. Deswegen können es viele wirklich nicht mehr erwarten, die Orte des geschichtlichen Geschehens selbst zu besuchen. Aber dieses Jahr gibt es zwei Möglichkeiten von Aktivitäten im Petén: Die Schüler können zwischen dem Besuch von Tikal und Ixpanpajul wählen. Da Ixpanpajul nicht so bekannt ist und die meisten Schülerinnen schon einmal in Tikal waren, wollen sehr viele Ixpanpajul besuchen. Wir hoffen, dass es dort ein bisschen interessanter als in Tikal sein wird.

 SchülerInnen, die sich für Ökologie interessieren, hoffen im Petén einige exotische Tiere oder wenigstens ein paar außergewöhnliche Pflanzen, die es in der Stadt bzw. in der Umgebung nicht gibt, sehen zu können. Die anderen SchülerInnen, die sich nicht so für Ökologie und Kunst interessieren, hoffen nur, das es im Petén nicht so heiß wird und dass sie nich zu viel wandern müssen. Sie hoffen auch, dass die Souvenirläden von Tikal noch offen sein werden, wenn die Tour durch die archäologischen Stätten zu Ende ist, da sie Souvenirs einkaufen wollen.

 Die meisten SchülerInnen erwarten sich, in Livingston genügend Zeit zu haben, um sich Zöpfe ins Haar flechten zu lassen. Auf alle Fälle erwarten alle SchülerInnen in Livingston eine gute Diskothek zu finden, um dort die ganze Nacht über tanzen zu können.

 Für “Los Cayos” erwarten alle SchülerInnen Spaß zu haben. Dort hoffen alle, gutes Essen zu bekommen, sich die ganze Zeit in die Sonne zu legen und sich wirklich ein paar Tage erholen zu können.

 Ich persönlich erwarte mir von meiner Maturareise, dass die KlassenkameradInnen einander näher kommen, damit die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Klassen endlich ausgeräumt werden können. Das wäre meine größte Erwartung. Natürlich habe ich auch kleinere Wünsche: Ich hoffe zum Beispiel beim Schnorcheln verschiedene Meerestiere zu sehen. Ich bin sicher, dass wir alle viel Spaß haben werden.

 Ich kann es nicht mehr erwarten, auf die Maturareise zu gehen ….

Meylin Caballeros, VA/2003  

Guatemala,  29. April 2003 

                                                 

Erwartungen an die Maturareise 2003 ….              

Ich erwarte mir viel von der Maturareise, denn ich habe bereits viele gute Kommentare über die bisherigen Maturareisen gehört: Alle LehrerInnen sagen, wir sollten diese Reise genießen, weil sie ein unvergessliches Erlebnis sei und wir uns noch nach Jahren daran erinnern würden. Ich glaube auch, dass diese Reise sehr schwer zu vergessen sein wird, zumal es unsere letzte große Klassenreise sein wird.

 Die Klassen VA und VB werden gemeinsam fahren und ich persönlich glaube, dass das sehr sinnvoll ist. Obwohl unsere Beziehungen mit der A-Klasse bekanntlich nicht so gut sind, bin ich sicher, dass wir uns auf der Reise zu guten Freunden entwickeln werden. Je mehr Zeit wir gemeinsam verbringen, desto besser, weil unser Zusammenleben die Chance bekommt, verbessert zu werden. Unser Verhältnis ist so schlecht, weil es eine große Rivalität zwischen den beiden Klassen gibt. Man kann diese Rivalität erkennen, wenn wir Fußball spielen. Es gibt immer die zwei selben Mannschaften, die eine  besteht aus den Buben der A-Klasse und die andere aus jenen der B-Klasse.  Als wir die Maturajahrgangs-Jacken bestellen wollten, gab es einige Probleme mit der A-Klasse: Wir wollten, dass beide Klassen die selben Jacken haben. Das Problem war, dass die A-Klasse einen Stil gewählt und uns nicht darüber informiert hat. Man kann aber sagen, dass alle Mädchen eine gute Beziehung miteinander haben. Der Grund besteht darin, dass die zahlenmäßig viel weniger sind, nur insgesamt 12 oder 13, aber wir sind insgesamt 30 Buben, deswegen ist unser Verhältnis auch schlechter.

 In meiner Klasse selbst gibt es fast keine Probleme. Wir sind alle sehr gute Freunde. Ich hoffe, dass es auf der Reise keinen Streit geben wird, weil das für die Reise selber schlecht und einfach unangenehm wäre. Auf dieser Reise werden wir viel Stress abbauen und das ist auch super, denn schon nach der Reise werden wir viel zu tun haben. Wir werden unsere Spezielgebiete fertig ausarbeiten, alle 1000 Buchseiten für unsere Leseliste fertig lesen und zu jedem gelesenen Buch einen Buchbericht erstellen müssen.

  Ein großer Vorteil unserer Maturareise besteht in dem Umstand, das wir andere Orte und Gebiete unserer Heimat Guatemala kennenlernen können. Viele SchülerInnen kennen schon Österreich, Italien, Spanien, Deutschland usw., aber sie kennen noch nicht Tikal, das nur etwa zehn Fahrt- bzw. eine Flugstunde von Guatemala City entfernt liegt. Ich, zum Beispiel, habe früher Österreich als Tikal kennengelernt, und das ist im wahrsten Sinne des Wortes schade! Nicht was Österreich betrifft, sondern in bezug auf mein Heimatland!

 Ich hoffe, dass es während der Reise genug zu essen geben wird, weil ich gerne gut esse! Die Unsicherheit des Landes ist auch ein Problem. Ich weiß, dass die Polizei uns begleiten wird, und das ist sehr unangenehm. Ich werde versuchen, viel Spaß zu haben, damit ich diese einmalige Reise nie vergessen werde…

 Hugo Cruz, VB/2003 

 Guatemala,  29. April 2003