Bescheibung der Schildkrötenarten


Seit etwa 100 Millionen Jahren - also bereits in der Zeit der Dinosaurier - bevölkerten Schildkröten die Erde und die Meere. Sie waren früher häufige, friedliche, elegant durch das Wasser gleitende Meeresbewohner. In dem letzten Jahrhundert ist ihre Zahl drastisch zurückgegangen. Die sieben Arten der Meeresschildkröten sind alle in Gefahr, ausgerottet zu werden. Zwei davon nisten an den Stränden der guatemaltekischen Pazifikküste, so auch in El Garitón. Es sind die Bastardschildkröte (Bild 1) und die Lederschildkröte (Bild 2, F. Tichy), die größte der Welt. Die Weibchen kommen in dunklen Nächten an den  Strand, wo sie selbst einst aus dem Ei geschlüpft waren und graben eine Grube in den Sand. Dort legen sie bis zu 140 Eier hinein, vergraben sie sorgfältig mit Jahrmillionen lang einprogrammierten Flossenbewegungen und robben dann mühevoll wieder ins Meer zurück.


Nach ca. 60 Tagen schlüpfen die Jungtiere, graben sich aus dem Sand und eilen, so rasch sie ihre winzigen  Flossen tragen zum Meer, um dort für einige Jahre buchstäblich unterzutauchen. Bis jetzt erläutert noch keine Forschungs­arbeit, wie sie diese ersten Jahre ihrer Jugend verbringen. Man schätzt, dass von 1000 Eiern nur 2 bis 3 Jungtiere ins Erwachsenenalter kommen. Mit der Paarung im offenen Meer und der Eiablage am Strand ihrer Geburt schließt sich der Kreis.